Lasergravieren von Blechteilen

Bauteilkennzeichnung mit dem Faserlaser als Teil unserer Fertigung.

Stickel beschriftet die im eigenen Haus gefertigten Blechteile mit einem Faserlaser. Die Kennzeichnung direkt auf der Bauteiloberfläche erleichtert die Zuordnung der Teile bei der Weiterverarbeitung und Montage.

Laserbeschriftung: Schriftfeld und Bauteilgröße

  • Markierlaser: Faserlaser
  • Schriftfeldgröße: 110 mm × 110 mm
  • Arbeitsbereich: 3.000 mm × 1.500 mm × 1.500 mm

Das Schriftfeld von 110 mm × 110 mm bezeichnet die Beschriftungsfläche. Der Arbeitsbereich beschreibt dagegen den verfügbaren Raum für die Bauteilbearbeitung. Auch Bauteilgeometrie, Positionierung und Zugänglichkeit der Markierstelle bestimmen, ob eine Beschriftung möglich ist.

Verfahren der Laserbeschriftung

Laserbeschriftung umfasst mehrere Verfahren, darunter die Lasergravur. Neben Metallen gehören auch Kunststoffe und organische Materialien zum Bearbeitungsspektrum des Markierlasers. Welche der fünf Methoden bei Stickel infrage kommt, hängt vom konkreten Werkstoff und seiner Oberfläche ab:

  • Gravieren: Der Laser trägt Grundmaterial ab. Dadurch entsteht eine vertiefte Kennzeichnung in der Bauteiloberfläche.
  • Abtragen: Eine Deckschicht, etwa ein Lack, wird örtlich entfernt. Der Kontrast zum darunterliegenden Material macht die Beschriftung sichtbar.
  • Anlassen: Auf geeigneten Metallen entstehen durch Erwärmung farbgebende Oxidschichten, ohne Material abzutragen. Das Verfahren kommt beispielsweise bei Stahl und Edelstahl infrage, nicht jedoch bei Aluminium.
  • Verfärben: Der Laser löst eine Farbänderung im Werkstoff aus. Bei Kunststoffen hängt das Ergebnis unter anderem von der Materialzusammensetzung ab.
  • Aufschäumen: In geeigneten Kunststoffen entstehen durch die Laserwirkung kleine Gasbläschen. Sie streuen das Licht und lassen die Markierung heller erscheinen.

Das Beschriftungsverfahren muss zum Werkstoff und zur späteren Beanspruchung passen. Maßgeblich sind der benötigte Kontrast, die zulässige Gravurtiefe sowie die Anforderungen an die Beständigkeit gegenüber Abrieb, Reinigungsmitteln und Temperatur.

Laserkennzeichnung im Fertigungsablauf

Bei Stickel ergänzt das Gravieren die eigene Fertigung von Blech-Umformteilen. Position und Zeitpunkt der Beschriftung sollten mit weiteren Schritten wie dem Laserschneiden, einer Oberflächenbehandlung oder der Montage abgestimmt werden.

Zum Zeitpunkt der Beschriftung muss die Markierstelle für den Laser zugänglich sein. Soll die Kennzeichnung auch nach der Baugruppenmontage lesbar bleiben, ist dies bereits bei der Wahl ihrer Position zu berücksichtigen.

Bauteil und Beschriftung abstimmen

Sie planen ein Blech-Umformteil mit Kennzeichnung? Beschreiben Sie uns Ihr Bauteil und die gewünschte Beschriftung. Gemeinsam klären wir, wie sie sich in den Fertigungsablauf einfügt.

Projekt besprechen

FAQ zur Laserbeschriftung

Bleibt eine Laserbeschriftung nach einer Beschichtung lesbar?

Das ist nicht automatisch sichergestellt. Eine nachträgliche Beschichtung kann die Kennzeichnung überdecken oder ihren Kontrast verändern. Entscheidend sind unter anderem Beschichtungsart und Schichtdicke sowie Art und Tiefe der Markierung. Deshalb sollten Verfahren und Zeitpunkt der Beschriftung mit der vorgesehenen Oberflächenbehandlung abgestimmt werden.

Kann Laserbeschriften die Korrosionsbeständigkeit von Edelstahl beeinflussen?

Laserbeschriften kann die Oberflächenbeschaffenheit und die Zusammensetzung der Passivschicht lokal verändern. Abhängig von Werkstoff, Beschriftungsverfahren und Laserparametern kann dies die Korrosionsbeständigkeit beeinflussen. In vielen Anwendungen hat eine fachgerecht ausgeführte Laserbeschriftung jedoch keinen messbaren negativen Einfluss auf die Korrosionsbeständigkeit.

Welche Angaben sind für die Abstimmung der Beschriftung hilfreich?

Für den ersten Austausch genügt eine Beschreibung der Aufgabe. Für die technische Abstimmung sind Werkstoff und Oberflächenzustand, Bauteilabmessungen, Stückzahl sowie Inhalt, Größe und Position der gewünschten Beschriftung hilfreich. Auch geplante Beschichtungen und Anforderungen an Lesbarkeit oder Beständigkeit gehören dazu. Zeichnungen oder Muster können die anschließende technische Prüfung unterstützen.