Laserschneiden für Blech-Umformteile

2D- und 3D-Laserbearbeitung für Beschnitt, Konturen und Lochbilder

Stickel beschneidet die im eigenen Haus gefertigten Bauteile überwiegend per Laser. Nach der Umformung entstehen so die vorgesehenen Schnittkonturen und Lochbilder – auch an räumlich geformten Bauteilen mit komplexen Umrisslinien. Die Laserbearbeitung ergänzt damit das Tiefziehen und die weiteren Umformverfahren innerhalb unserer Fertigung.

Laserbearbeitung an einem eingespannten, umgeformten Blechbauteil bei Stickel
Laserbearbeitung eines umgeformten Blechbauteils bei Stickel.

Beschnitt nach der Umformung

Die Presse gibt dem Blech seine räumliche Form. Beim anschließenden Laserbeschnitt werden Randbereiche abgetrennt und Öffnungen eingebracht. Auch komplexe Konturen lassen sich am bereits umgeformten Bauteil bearbeiten.

Der Außenbeschnitt legt den Verlauf der Bauteilkante fest. Ausschnitte schaffen Öffnungen innerhalb der Fläche; das Lochbild beschreibt die Anordnung der einzelnen Löcher. Die Zugänglichkeit der Schnittkontur begrenzt die Bearbeitungsmöglichkeiten: Der Schneidkopf muss die vorgesehenen Bereiche am Bauteil erreichen können.

Der Laserstrahl arbeitet berührungslos: Es wirken keine mechanischen Schneidkräfte wie beim Schneiden mit einem Werkzeug auf das Bauteil. Das Verfahren trennt den Werkstoff durch örtlich begrenzte Erwärmung.

Konturen und Lochbilder flexibel ändern

Änderungen am Beschnitt und am Lochbild lassen sich flexibel umsetzen. Beim Laserbeschnitt wird die programmierte Schnittkontur angepasst; ein mechanisches Beschnittwerkzeug muss dafür nicht geändert werden. Das kann den Aufwand reduzieren, wenn sich eine Bauteilausführung weiterentwickelt. Ob eine Anpassung des Programms allein genügt, ist anhand des Bauteils und der vorgesehenen Änderung zu prüfen.

Diese Flexibilität ist beispielsweise bei Prototypen und kleineren Losgrößen relevant. Wie aufwendig eine Änderung ist, hängt von der Geometrie und den Anforderungen an das Bauteil ab.

Zeigt eine Einbauprobe beispielsweise, dass eine Öffnung größer oder eine Bauteilkante anders ausgeführt werden muss, lässt sich die Schnittkontur für die nächste Ausführung entsprechend anpassen. Eine Änderung des Beschnitts ersetzt jedoch keine Änderung der Umformgeometrie. Sollen etwa Tiefe, Radien oder räumliche Form des Bauteils verändert werden, sind auch Umformwerkzeug und Umformprozess zu prüfen. Diese Unterscheidung hilft, den tatsächlichen Änderungsbedarf im Projekt früh einzugrenzen.

2D- und 3D-Laserbearbeitung bei Stickel

Für die Bearbeitung stehen Laseranlagen im 2D- und 3D-Bereich zur Verfügung – für ebene Schnittkonturen ebenso wie für den Beschnitt räumlich geformter Bauteile.

Stickel setzt CO₂- und Festkörperlaser ein. So können wir die Lasertechnologie passend zum zu bearbeitenden Material auswählen.

Vom Umformteil zur Weiterverarbeitung

Beschnitt und Lochbild müssen zur späteren Verwendung des Bauteils passen. Entscheidend sind deshalb auch die Anforderungen der folgenden Arbeitsschritte, etwa beim Fügen und bei der Montage von Baugruppen. Die Laserbearbeitung ist bei Stickel in die Fertigung eingebunden und verbindet die Umformung mit der weiteren Bearbeitung.

Lochpositionen, Fügestellen und Anschlusskanten müssen auf die Montage abgestimmt sein. Befestigungslöcher benötigen die passende Lage zu den Gegenstücken, an Fügestellen müssen die erforderlichen Materialbereiche erhalten bleiben und beschnittene Kanten müssen zu angrenzenden Bauteilen passen. Maßgeblich für Beschnitt und Lochbild sind die Zeichnungs- und Funktionsvorgaben des jeweiligen Bauteils.

Sie planen ein Blech-Umformteil oder eine Baugruppe? Beschreiben Sie uns das Bauteil, den Werkstoff und die geplante Stückzahl. Gemeinsam klären wir, wie Umformung, Beschnitt und Weiterverarbeitung für Ihr Projekt zusammenspielen.

Projekt besprechen

Fragen zum Laserschneiden

Was unterscheidet 2D- und 3D-Laserschneiden?

Beim 2D-Laserschneiden verläuft die Schnittkontur in einer Ebene. Stickel setzt es für präzise Blechzuschnitte für Kantteile sowie für Platinenzuschnitte für Tiefziehteile ein. Beim 3D-Laserschneiden werden räumlich geformte Bauteile bearbeitet. Dadurch lassen sich Konturen und Öffnungen auch nach dem Umformen schneiden.

Lassen sich Beschnitt und Lochbild ändern, ohne das Umformwerkzeug anzupassen?

Das ist möglich, wenn die räumliche Umformgeometrie unverändert bleibt und die neue Schnittkontur am Bauteil ausgeführt werden kann. Änderungen an Tiefe, Umformradien oder räumlicher Form können dagegen Anpassungen am Umformwerkzeug erfordern. Ob eine Änderung allein über den Laserbeschnitt umsetzbar ist, muss im Einzelfall technisch geprüft werden.

Welche Angaben sind für eine erste Projektbesprechung hilfreich?

Für den ersten Austausch helfen eine Beschreibung des geplanten Blech-Umformteils, der Werkstoff und die vorgesehene Stückzahl. Soweit bereits bekannt, sind auch Blechdicke sowie Anforderungen an Beschnitt, Lochbild und spätere Montage hilfreich. Vorhandene Zeichnungen oder CAD-Daten unterstützen die anschließende technische Prüfung; für die erste Kontaktaufnahme muss die technische Ausarbeitung noch nicht vollständig vorliegen.