Eigener Werkzeugbau für Blech-Umformteile und Tiefzieh­teile

Unser eigener Werkzeugbau als Teil der Fertigungs­kette – von der Werkzeug­konstruktion über Bearbeitung und Anpassung bis zum Einfahren auf der Presse.

Fräsbearbeitung eines Werkzeugs im Werkzeugbau von Stickel
Fräsbearbeitung eines Werkzeugs im eigenen Werkzeugbau von Stickel.

Eigener Werkzeugbau

Umformwerkzeuge und Vorrichtungen entstehen im eigenen Haus und werden direkt mit Konstruktion, Presserei und Fertigung abgestimmt.

3- und 5-Achs-Fräsen

Fräsbearbeitungs­zentren ermöglichen die Fertigung und Bearbeitung auch anspruchsvoller und großflächiger Werkzeug­geometrien.

Großer Bearbeitungsbereich

Bis 3.000 × 2.500 × 1.250 mm Bearbeitungs­bereich für entsprechend dimensionierte Umform- und Prototypen­werkzeuge.

Stahl, Grauguss und Zamak

Werkzeuge aus Stahl, Grauguss und Zamak werden passend zu Bauteil­geometrie, Umformaufgabe und Fertigungsprozess bearbeitet.

Prototypenwerkzeuge

Rohlinge aus niedrig schmelzenden Metall­legierungen können für Prototypen­werkzeuge direkt im eigenen Haus gegossen werden.

Einfahren und Anpassen

Werkzeuge werden mit der Presserei abgestimmt, auf den Tiefziehpressen eingefahren und bei Bedarf für die Bauteil­fertigung angepasst.

Der Werkzeugbau verbindet Konstruktion und Fertigung. Die für Blech-Umformteile und Tiefziehteile benötigten Umformwerkzeuge und Vorrichtungen entwickelt und fertigt Stickel im eigenen Haus. Dadurch lassen sich Werkzeug, Bauteilgeometrie und Umformprozess eng aufeinander abstimmen.

Entscheidend ist das Zusammenspiel mit dem Bauteil. Bei Stickel ist der Werkzeugbau Teil des durchgängigen Fertigungswegs von der technischen Klärung über die Umformung bis zur Weiterverarbeitung und Prüfung.

Vom Bauteildatensatz zum Umformwerkzeug

Ausgangspunkt sind die technischen Bauteildaten. Auf Basis von CAD-Daten konstruiert Stickel die benötigten Umformwerkzeuge und Vorrichtungen. Bei anspruchsvollen Umformaufgaben kann die Konstruktion und Simulation den Umformprozess vorab digital absichern und damit die spätere Abstimmung auf der Presse unterstützen.

Werkzeug und Umformprozess werden gemeinsam betrachtet. Bauteilgeometrie, Werkstoff, geplante Fertigung und spätere Weiterverarbeitung bestimmen, wie das Werkzeug ausgelegt, gefertigt und im weiteren Projektverlauf angepasst wird.

Bearbeitung im eigenen Werkzeugbau

Für Stahl-, Grauguss- und Zamak-Werkzeuge setzt Stickel 3-Achs- und 5-Achs-Fräsbearbeitungs­zentren ein. Der maximale Bearbeitungs­bereich beträgt 3.000 × 2.500 × 1.250 mm.

CNC-Fräsen, Drehen und Draht­erodieren werden durch manuelle Bearbeitungs­schritte ergänzt. Werkzeuge werden gefertigt, montiert und für den Einsatz in der Fertigung vorbereitet.

Werkzeugbau auf einen Blick

  • 3-Achs- und 5-Achs-Fräsbearbeitungs­zentren
  • maximaler Bearbeitungs­bereich: 3.000 × 2.500 × 1.250 mm
  • Bearbeitung von Stahl-, Grauguss- und Zamak-Werkzeugen
  • CNC-Fräsen, Drehen und Draht­erodieren sowie manuelle Bearbeitung
  • eigener Guss von Rohlingen für Prototypen­werkzeuge aus niedrig schmelzenden Metall­legierungen
  • Schmelzöfen mit bis zu 10 t Fassungsvermögen

Prototypenwerkzeuge, Werkzeuganpassung und Einfahren

Gerade in frühen Projektphasen müssen Werkzeug und Bauteil häufig gemeinsam weiterentwickelt werden. Für Prototypenwerkzeuge kann Stickel Rohlinge aus niedrig schmelzenden Metalllegierungen selbst gießen. Dafür stehen Schmelzöfen mit bis zu 10 t Fassungsvermögen zur Verfügung.

Kurze Wege zur Presserei erleichtern die praktische Abstimmung. Im Werkzeugbau gefertigte Werkzeuge können auf hydraulischen Tiefziehpressen eingefahren und Prototypenwerkzeuge bis zur Produktionsfreigabe der Bauteile optimiert werden. Das ist insbesondere im Prototypenbau und bei der Überführung in eine wiederholbare Fertigung relevant.

Tiefzieh- und Umformwerkzeuge umfassen bei Stickel unter anderem Tiefzieh-, Präge-, Abstell- und Durchstellwerkzeuge. Welche Ausführung erforderlich ist, ergibt sich aus Bauteil, Umformaufgabe und Fertigungsweg.

Werkzeugbau als Teil der Prozesskette

Der Nutzen des eigenen Werkzeugbaus liegt in der direkten Verbindung zu den angrenzenden Fertigungsbereichen. Technische Änderungen können zwischen Konstruktion, Werkzeugbau und Produktion abgestimmt und anschließend am realen Fertigungsprozess bewertet werden.

Bereich Nutzen im Zusammenspiel mit dem Werkzeugbau
Konstruktion und Simulation Bauteilgeometrie und Umformprozess fließen direkt in die Werkzeugauslegung ein; Simulation kann anspruchsvolle Umformaufgaben vorab digital absichern.
Werkzeugbau Werkzeuge werden im eigenen Haus gefertigt, bearbeitet und angepasst, sodass Änderungen unmittelbar mit Bauteil und Fertigungsprozess abgestimmt werden können.
Pressen Werkzeuge können auf den Tiefziehpressen eingefahren und anhand der realen Bauteile praktisch auf den Umformprozess abgestimmt werden.
Laserbearbeitung und Folgeprozesse Beschnitt, Konturen, Ausschnitte und Lochbilder lassen sich am umgeformten Bauteil ergänzen und mit dem Fertigungsweg abstimmen.
Fertigung und Qualitäts­sicherung Gefertigte Bauteile werden messtechnisch geprüft; Erkenntnisse aus Fertigung und Prüfung können in Werkzeug- und Prozessanpassungen einfließen.
Baugruppen und Montage Anforderungen an Passung, Fügestellen und Montage können bereits bei Bauteil, Werkzeug und Fertigungsweg berücksichtigt werden.

Bei wiederkehrender Fertigung müssen Werkzeug, Prozessparameter, Folgeprozesse und Prüfung dauerhaft zusammenpassen. Deshalb ist der Werkzeugbau auch Bestandteil der Serienfertigung aus Metall – von der Werkzeuganpassung bis zur Werkzeugeinlagerung.

Werkzeug und Bauteil gemeinsam abstimmen

Für die erste technische Einordnung steht das geplante Bauteil im Mittelpunkt: Geometrie, Werkstoff, Projektphase, Stückzahl und Weiterverarbeitung bestimmen, welches Werkzeugkonzept und welcher Fertigungsweg sinnvoll sind.

Der eigene Werkzeugbau schafft kurze Abstimmungswege zwischen Konstruktion, Werkzeugfertigung und Umformung. Für Blechumformung und Tiefziehen kann Stickel Werkzeug und Bauteil so als zusammenhängende technische Aufgabe betrachten.

Sie planen ein Blech-Umformteil, Tiefziehteil oder eine Baugruppe? Beschreiben Sie uns Bauteil, Material, Projektphase und den geplanten Fertigungsumfang. Im technischen Austausch lässt sich klären, wie Konstruktion, Werkzeugbau, Umformung und Folgeprozesse sinnvoll zusammenspielen.

Projekt besprechen

FAQ zum Werkzeugbau bei Stickel

Welche Rolle hat der Werkzeugbau bei Stickel?

Der eigene Werkzeugbau verbindet Konstruktion und Fertigung. Stickel entwickelt und fertigt die für Blech-Umformteile und Tiefziehteile benötigten Umformwerkzeuge und Vorrichtungen im eigenen Haus und stimmt Anpassungen eng mit dem Einfahren auf den Pressen ab.

Welche Werkzeug­werkstoffe bearbeitet Stickel?

Stickel erstellt und bearbeitet Werkzeuge aus Stahl, Grauguss und Zamak. Für Prototypenwerkzeuge können Rohlinge aus niedrig schmelzenden Metalllegierungen auch im eigenen Haus gegossen werden.

Wie groß ist der maximale Bearbeitungs­bereich im Werkzeugbau?

Die 3-Achs- und 5-Achs-Fräsbearbeitungs­zentren ermöglichen einen maximalen Bearbeitungs­bereich von 3.000 × 2.500 × 1.250 mm.

Welche Werkzeugtypen werden bei Stickel gefertigt und bearbeitet?

Zum Werkzeugbau bei Stickel gehören unter anderem Tiefzieh-, Präge-, Abstell- und Durchstellwerkzeuge sowie Vorrichtungen für die Fertigung von Blechteilen.

Kann Stickel Prototypen­werkzeuge herstellen und auf der Presse einfahren?

Ja. Prototypenwerkzeuge werden im eigenen Werkzeugbau gefertigt und können auf den hydraulischen Tiefziehpressen eingefahren und bis zur Produktionsfreigabe der Bauteile optimiert werden.

Wie arbeiten Konstruktion, Werkzeugbau und Pressen zusammen?

Auf Basis der Bauteildaten werden Umformwerkzeuge und Vorrichtungen konstruiert. Der Werkzeugbau fertigt und bearbeitet die Werkzeuge; anschließend werden sie auf den Pressen eingefahren und bei Bedarf angepasst. So bleiben Werkzeug und Umformprozess eng aufeinander abgestimmt.